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	<title>Augenblicke</title>
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	<description>Über den Ozean, aus unendlich vielen Tropfen - und über jeden einzelnen Tropfen darin, ohne den es keinen Ozean gäbe</description>
	<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 02:20:42 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Die Freiheit der Gefühle</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 02:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir geht es momentan nicht so gut.
Ich merke, wie ich wieder beginne Gefühle zu blockieren. Mir Bedürfnisse abzusprechen. Oder besser gesagt, dieser Automatismus, mir selbst weh zu tun, greift wieder.
Seltsamerweise hat fckw&#8217;s Frage, ob ich selbst wirklich lieben will, mich aufgewühlt.
Ich fühle, dass ich das wirklich will. Aber mein Kopf sagt, dass ich zu so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir geht es momentan nicht so gut.<br />
Ich merke, wie ich wieder beginne Gefühle zu blockieren. Mir Bedürfnisse abzusprechen. Oder besser gesagt, dieser Automatismus, mir selbst weh zu tun, greift wieder.<br />
Seltsamerweise hat fckw&#8217;s Frage, <em>ob ich selbst wirklich lieben will</em>, mich aufgewühlt.<br />
Ich fühle, dass ich das wirklich will. Aber mein Kopf sagt, dass ich zu so etwas gar nicht im stande bin. Weder zu lieben, noch geliebt zu werden. Von mir selbst, oder von anderen. Das sitzt zu tief.<br />
So ein simpler Satz wirft mich um. </p>
<p>Ich bin eigentlich eine sehr selbstständige Frau. Ich brauche an sich wirklich nichts und niemanden um das Alltägliche zu bewältigen. Ich weiß mir überall zu helfen und finde immer einen Weg. Ich bin nicht abhängig im Sinne vom &#8220;im Leben stehn&#8221; aber ich bin nach wie vor schwer &#8220;emotional&#8221; abhängig.<br />
Und dann laufe ich dem Irrtum auf, ich könne dies alles verhinden, indem ich meinen Gefühlen einfach eine Mauer vorbaue. Nichts mehr druchlasse und niemanden mehr durchlasse. Ich bin da ziemlich gut darin. Leider.<br />
Ich hasse es, dass es mir wichtig ist gemocht zu werden.<br />
Es regt mich so auf, dass mir die Tränen kommen, wenn ich daran denke.<br />
Und dann gibt es da offensichtlich einen bestimmten Schlag von Mensch, von dem ich besonderns gemocht, geliebt werden will. Aber genau von diesem Schlag Mensch fühle ich mich immer abgelehnt, zurückgewiesen, verachtet, manchmal sogar gehasst.<br />
Hier kann ich dann nichtmal mehr rational denken. Ich bin so festgafahren, dass meist nur mehr die Flucht hilft, aus Angst, noch mehr Verletzungen zu erleiden, die ja eigentlich hausgemacht sind.<br />
Und dann bin ich jetzt immerhin so weit, nicht gleich zu flüchten, mir zu sagen, dass das keine Lösung ist.<br />
Aber das Bleiben ist auch nicht die Lösung.<br />
Mich ekelt dieses Spiel. Immer und immer wieder dasselbe.<br />
Das Drehbuch änders sich nur maginal in der Länge des Dramas aber das Ende ist immer dasselbe. </p>
<p>Ich komm da einfach nicht raus.<br />
Und wenn ich ehrlich bin, verachte ich mich selbst dafür. Weil ich vieles kaputt mache. Immer und immer wieder. Obwohl ich das im vorhinein schon weiß, aggiere ich wieder nach dem selben Muster.</p>
<p>Aber Fakt ist, im Grunde kann ich nichts tun.<br />
Ich bin so wie ich bin.<br />
Ich hab es satt in Rollen zu schlüpfen um annerkannt zu werden.<br />
Vielleicht muss ich einfach lernen, diese Situationen auszuhalten.<br />
Diese Gefühl des &#8220;nicht gemocht werden&#8221; auszusitzen.</p>
<p>Ich bin wütend auf mich, weil ich hier das Gefühl habe, keinen Schritt weiter zu kommen. Nichts dazuzulernen.<br />
Wirklich wütend.<br />
WIRKLICH WÜTEND!</p>
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		<title>Pläne</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/23/plane/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 04:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war früher getrieben vom Pläne schmieden.
Begonnen hat dies, so glaube ich, als mein Mann vor 15 Jahren in die jetzige Firma eintrat, und es dort üblich war und ist, seinen Urlaubsbezug ein Jahr im vorhinein und dann wiederum für ganze 12 Monate bekanntzugeben.
Da fing ich irgendwie an die Monate kleinstgenau zu planen. Jeder Urlaub, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war früher getrieben vom Pläne schmieden.<br />
Begonnen hat dies, so glaube ich, als mein Mann vor 15 Jahren in die jetzige Firma eintrat, und es dort üblich war und ist, seinen Urlaubsbezug ein Jahr im vorhinein und dann wiederum für ganze 12 Monate bekanntzugeben.<br />
Da fing ich irgendwie an die Monate kleinstgenau zu planen. Jeder Urlaub, Ausflug oder sonstige größere Unternehmungen wurden quasi teilweise fast zwei Jahre im voraus geplant. Hing ich mit meinen Plänen hinterher, wurde ich richtiggehend unruhig und nervös.<br />
Diese ganze Situation stresste mich im Grund maßlos. Außerdem kam hinzu, wenn shiva nicht plante, passierte auch nichts. Irgendwie fühlte ich mich dafür dann natürlich auch verantwortlich.<br />
Seit gut einem Jahr ist mir das egal.<br />
Will Familie irgendwo hinfahren, muss Familie sich auch zeitgerecht darum kümmern. Nicht nur ich.<br />
So wie heuer. Keiner hat sich gekümmert. Aber vor zwei Monaten in etwa bekam ich große Lust nach Indonesien zu reisen und vor 3 Wochen dann habe ich die Flüge innerhalb von Asien gebucht.<br />
Sehr befreiend das Ganze.</p>
<p>Obwohl ich keine großen Pläne schmieden möchte, hängt mir der berufliche Gedanke hinterher. Mein Studium beginnt zwar erst wieder im Oktober, aber dauert dann noch etwa 2 Jahre. Und wenn ich jetzt an den Studienbeginn denke, sträubt sich so ziemlich alles in mir. Ich merke wie ich mich verspanne und so etwas wie Panik in mir aufsteigt.<br />
Im Grunde will ich nicht, aber wenn ich in die Zukunft sehe, ist es dennoch das, was ich machen möchte.<br />
Das Studiem nimmt mich voll ein. Es bleibt eigentlich kaum mehr Zeit für mich. Freie Zeit für mein Wohl, ob Sport oder andere Dinge die mir eben gut tun.<br />
Und dass durchgehend wiederum bis nächsten Sommer. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.<br />
Ob ich das schaffen will.</p>
<p>Heute und morgen möchte ich Schulen hier auf der Insel besichtigen und abklären wie die Jobaussichten für einen Auslandslehrer wären.<br />
Nach wie vor bin ich mit dem Gedanken schwanger, hier her zu gehen, für längere Zeit.<br />
Aber andere wichtige Faktoren fließen bei so einer Entscheidung ein, und das Ganze könnte nicht ganz unproblematisch werden.<br />
Außerdem hätte ich jetzt bereits ein tolles Jobangebot meines ehemaligen Chefs. Dafür müsste ich aber Uni fertig machen und dannach auch noch Psychologie studieren, nebenbei, versteht sich.<br />
Ich weiß nicht, wofür ich micht Entscheiden soll.<br />
Oder besser gesagt, ich kann mich einfach nicht entscheiden.<br />
Ich werd sehen was da kommt, und sicherlich die richtige Entscheidung treffen, wenn sie denn ansteht.</p>
<p>Schwer wiegt für mich auch die Tatsache, dass ich finanziell abhängig bin. Das schmeckt mir gar nicht.</p>
<p>Naja, mal sehn.<br />
As it comes.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Beziehungen</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/22/beziehungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 02:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[Es mag vielleicht absurd klingen, aber alle die Dinge die ich über Beziehungen weiß, bzw. glaube zu wissen, entspringen nicht wirklich meinen Erlebnissen, meinen Erfahrungen mit Beziehungen.
Ich glaube viel mehr, dass dieses scheinbare Wissen entnommen wurde, aus Bücher oder Beobachtungen anderer Beziehungen. Aus Geschichten von Freunden und Bekannten, vielleicht auch aus Beobachtungen als Kind.
Tatsächlich selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es mag vielleicht absurd klingen, aber alle die Dinge die ich über Beziehungen weiß, bzw. glaube zu wissen, entspringen nicht wirklich meinen Erlebnissen, meinen Erfahrungen mit Beziehungen.<br />
Ich glaube viel mehr, dass dieses scheinbare Wissen entnommen wurde, aus Bücher oder Beobachtungen anderer Beziehungen. Aus Geschichten von Freunden und Bekannten, vielleicht auch aus Beobachtungen als Kind.<br />
Tatsächlich selbst wahrgenommen, gefühlt und bewusst erlebt habe ich, so glaube ich, nicht viel.</p>
<p>Ich gehe immer davon aus, dass ich eigentlich nicht weiß, wie man Beziehungen geglicher Art führt.<br />
Oft habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, eventuell unter einer &#8220;Persönlichkeitsstörung&#8221; zu leiden, aber ich kann das weder bestätigen noch ausschließen.<br />
Was ich allerdings bemerke, dass es mich immer mehr anwidert, wenn ich Beziehungen beobachte. Was bleibt da oft über, nach jahrelangen Beziehungen, außer irgendwelche unaufrichtigen Handlungen oder ein paar zynischen Worten.</p>
<p>Das will ich nicht. Nicht mehr.<br />
Das weiß ich, aber dieses Wissen bringt mir nichts.</p>
<p>Das Ganze ist reichlich skuriel.<br />
Hier ist eine shiva, mit Familie, inklusive Kindern und Ehemann.<br />
Und dann ist noch etwas, das hinter shiva steht.<br />
Dieses &#8220;etwas&#8221; steht auf einem Hügel und blickt hinab auf diese Welt voller glücklicher und unglückler Beziehungen, Affären und anderer Katastrophen.<br />
Teilweise fasziniert, komplett in den Bann gezogen, und dann wiederum zutiefst angewidert und sehnsüchtig.<br />
Aber vielleichst ist das einfach alles unumgänglich.<br />
Ein Naturgesetzt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schlammschlacht und Fussball</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/21/schlammschlacht-und-fussball/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 06:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein kleiner Sohn ist vor lauter Müdigkeit gerade auf seiner Luftmatratze im Wasser eingeschlafen. Mein Mann (der gestern nachgekommen ist) hat ihn aufs Zimmer getragen und nun schläft er den Schlaf des Gerechten und schnarcht wie ein Walross.
Ich bewundere immer wieder, welch Energie die Kinder haben anbetracht dessen, dass sie den ganzen Tag im Wasser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein kleiner Sohn ist vor lauter Müdigkeit gerade auf seiner Luftmatratze im Wasser eingeschlafen. Mein Mann (der gestern nachgekommen ist) hat ihn aufs Zimmer getragen und nun schläft er den Schlaf des Gerechten und schnarcht wie ein Walross.<br />
Ich bewundere immer wieder, welch Energie die Kinder haben anbetracht dessen, dass sie den ganzen Tag im Wasser sind, schwimmen, hüpfen, oder wie die Großen, ihre ersten Versuche im Wellentreiten machen.<br />
Gestern dann wie versprochen große Schlammschlacht am Meer.<br />
Es war wirklich ein heiden Spaß. Ich werde sowieso nie verstehen, wie Eltern ihren Kindern verbieten können, mit Schlamm oder anderen &#8220;vermeindlichen&#8221; Schmutz zu spielen. Natürlich lasse ich dass auch nicht immer zu, dass würde dann nämlich in totalem Chaos enden. Aber in so einem &#8220;geschützen&#8221; Rahmen finde ich das einfach toll. Ja, lach, auch ich finde das toll. Ich kann mich zwar an meine Kindheit kaum erinnern, aber in knöchelhohe Wasser- oder Gatschlacken zu springen war mir auch eine helle Freude.<br />
Zum Schutze unserer Augen, sollte doch mal etwas im Gesicht landen, hatten wir unsere Schwimmbrillen auf und dann gabs kein Pardon mehr.<br />
Den Sand haben wir noch immer (trotz Bad im Meer und duschen) in allen denkbaren und undenkbaren Stellen, aber das macht nichts.<br />
Zur Zeit des Sonnenuntergangs füllt sich dann der Strand hier mit allen Menschen. Hier trifft dann Einheimischer auf Tourist jeglicher Nationalität oder Auswanderer.<br />
Alle paar Meter findet ein Fussballspiel statt. Das Bemerkenswerte daran ist, dass es hier keine Regeln gibt, wie sich die Teams zusammensetzen. Es spielen Touristen mit Einheimische, und Kinder mit Erwachsenen. Das ist ein tolles Schauspiel. Tore bestehen entweder aus Stöcken oder einfach aus Gatschhaufen.<br />
Gestern dann, haben sich auch meine Jungs getraut mitzuspielen. Anfangs war da doch eine gewisse Scheu. Aber es hat dann doch toll funktioniert.<br />
Ja, hier tut sich viel.<br />
Scheinbar und unscheinbar.<br />
In mir tut sich auch viel.<br />
Von Weiblichkeit über Trauer, von Einsamkeit bis zum Gefühl der Gefangenschaft. Von Lachen das nicht enden will, bis zu Tränen die ich gerne verstecken würde. Von shiva zum Selbst, vom Selbst zu shiva. Von der Oberfläche zum Kern und retour.<br />
Von Freiheit und Liebe.</p>
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		<title>Weiblichkeit</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/21/weiblichkeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 02:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kenne meine Weiblichkeit nicht wirklich.
Mit dem Begriff ansich kann ich dennoch etwas anfangen, aber eben nicht auf diese shiva bezogen.
Wenn ich Frauen beobachte, besonders nun hier, sehe ich so unglaublich viel Weiblichkeit.
Ich kann sehen, wie die Frauen unterschiedlichster Kulturen mit dieser Weiblichkeit kommunizieren. Wie sie damit spielen und sie für alle möglichen Zwecke einsetzten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne meine Weiblichkeit nicht wirklich.<br />
Mit dem Begriff ansich kann ich dennoch etwas anfangen, aber eben nicht auf diese shiva bezogen.<br />
Wenn ich Frauen beobachte, besonders nun hier, sehe ich so unglaublich viel Weiblichkeit.<br />
Ich kann sehen, wie die Frauen unterschiedlichster Kulturen mit dieser Weiblichkeit kommunizieren. Wie sie damit spielen und sie für alle möglichen Zwecke einsetzten. Jeder dieser Körper spricht eine eigene Sprache. Kombiniert mit Gestik, Mimik und der Sprachmelodie ergibt das immer ein wunderbares Gesamtkunstwerk.<br />
Hier spielt das Aussehen auch nicht wirklich eine Rolle. Der Einsatz dieser Weiblichkeit macht es aus. Manchmal aber, beobachte ich auch Frauen, die gehemmt sind in ihrer Weiblichkeit.<br />
Ich weiß nicht, ob ich das nicht auch bin.<br />
Heute morgen habe ich ein schulterfreies T-Shirt angezogen, dass so ausgeschnitten ist, um etwas Delkotte zu zeigen.<br />
Dieses Shirt habe ich schon ewig aber mich irgendwie nicht getraut es zeigen, mich zu zeigen. Dabei habe ich ein recht ansehnliches Dekoltee, dafür bräuchte ich mich keineswegs zu schämen.<br />
Aber ich fühle mich dann immer als würde ich auf einem schmalen Grat zwischen &#8220;schön&#8221; und &#8220;anzüglich&#8221; wandern. Zweiteres will ich auf gar keinen Fall vermitteln.<br />
Wie dem auch sei, heute hatte ich Lust dieses Neck-holder-Shirt anzuziehen.<br />
Und natürlich gab es promt Blicke, die ich nicht deuten konnte.<br />
Aber statt sie einfach positiv zu deuten, hab ich mir alle möglichen Gedanken negativer Art gemacht. Ich kapier das wirklich nicht.<br />
Meine Logik sagt mir, dass das doch vollkommen in Ordnung ist. Aber in mir, will ich diese Weiblichkeit nicht zulassen.<br />
Ich nehme sie wahr, bei anderen Menschen. Aber nicht bei mir.<br />
Dem muss ich nachgehen.<br />
Außerdem habe ich mir Gedanken über Ästhetik gemacht.<br />
Hier ist es wiederum toll diesen Schmelztiegel der verschiedenen Kulturen zu betrachten. Nach wie vor finde ich athletische Körper in einem gesunden Ausmaß ästhetisch. Bei Männern wie bei Frauen. Aber es gibt auch Ausnahmen. Gestern z.B. habe ich eine Frau beobachtet die eine etwas rundlichere Form hatte. Ein breites Becken, größere Brüste, einen gut geformten Hintern. Einige Kilos zu viel aber sehr vorteilhaft verteilt. Diese Frau fand ich in den Moment das Ästhetischte was ich seit langem gesehen habe. Sie wusste wie sie mit diesem Körper um zu gehen hat. Außerdem hatte sie ein sehr gewinnbringendes Lächeln und leuchtende Augen.<br />
Ja, Ästhetik kann so viel sein, und nichts.<br />
Gerade finde ich die Palme, die sich vor meinem Balkonn im Winde wiegt wunderschön ästhetisch.<br />
Ästhetik kommt im übrigen aus dem Griechischen und bedeutet &#8220;sinnliche Wahrnehmung&#8221; und war bis zum 19. Jahrhundert vorallem die Lehre der &#8220;Schönheit&#8221;.</p>
<p>Mache ich mir einfach zu viele Gedanken?<br />
Who knows.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Angstvolle Nacht</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/20/angstvolle-nacht/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 00:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/20/angstvolle-nacht/</guid>
		<description><![CDATA[Völlig unerwartet und ohne Vorankündigung überkam mich heute Nacht eine unheimlich kraftvolle Angst.
Aber es war rein körperlich, soweit ich das beurteilen kann. Mein Geist konnte relativ ruhig bleiben, aber körperlich spürte ich diese Angst sehr intensiv. Ein Zittern, ein Weinen&#8230;.
Zum Sonnenaufgang ging ich ans Meer. Die Kinder schliefen noch tief und fest.
Ich habe dann nachgespürt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Völlig unerwartet und ohne Vorankündigung überkam mich heute Nacht eine unheimlich kraftvolle Angst.<br />
Aber es war rein körperlich, soweit ich das beurteilen kann. Mein Geist konnte relativ ruhig bleiben, aber körperlich spürte ich diese Angst sehr intensiv. Ein Zittern, ein Weinen&#8230;.<br />
Zum Sonnenaufgang ging ich ans Meer. Die Kinder schliefen noch tief und fest.<br />
Ich habe dann nachgespürt woher diese plötzliche Angst kommt.<br />
Verlustangst.<br />
Wieder und wieder diese beschissene Verlustangst.<br />
Aber alles nur an der Oberfläche.<br />
Und dann plötzlich die Frage in mir:&#8221;bist du es wirklich Wert geliebt zu werden?&#8221;.<br />
Wen oder was soll man denn da überhaupt lieben?<br />
Ich verstehe gerade nichts mehr.</p>
<p>Momentan ist es ganz schlimm in meinem Kopf. Ich denke, würde ich es zulassen, würde ich hier 12 Stunden vor dem PC sitzen und diesesn verdammten Inhalt dieses ekelhaften Verstandes hier abladen.</p>
<p>Ich verstehe gerade nichts mehr.</p>
<p>Die aufgehende Sonne war heute besonders schön.<br />
Ich habe ein paar Muschel gesammelt und einen wunderschönen Stein gefunden.<br />
Ich mag Steine sehr.<br />
Hunger.<br />
Zeit die Kinder zu wecken.<br />
Frühstück.<br />
Heute ist eine versprochene Schlammschlacht am Meer angesagt.<br />
Lächeln.<br />
Wärme.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stillstand</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/19/stillstand/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 13:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[In meiner Kindheit ist etwas in mir wie eine defekte Uhr zum Stillstand gekommen. War in der Vergangenheit stehen geblieben und hatte sich seither nicht mehr gerührt. Und dann war plötzlich etwas wach gerüttelt worden und etwas in mir hatte wieder zu leben begonnen. Und nun weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.
Ich weiß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Kindheit ist etwas in mir wie eine defekte Uhr zum Stillstand gekommen. War in der Vergangenheit stehen geblieben und hatte sich seither nicht mehr gerührt. Und dann war plötzlich etwas wach gerüttelt worden und etwas in mir hatte wieder zu leben begonnen. Und nun weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.<br />
Ich weiß nun, dass meine Existenz nicht in einem einzigen Moment zerstört werden kann, ganz gleich, welche schrecklichen Erfahrungen ich machen musste, oder welche Verluste ich zu verkraften hatte.<br />
Ich glaube, da war jahrelang Hass in mir, der mich vergiftet hat. Dieser Hass hat mich von innen aufgefressen.</p>
<p>Jetzt schlägt das Pendel der Uhr wieder.<br />
Aber unregelmäßig.<br />
Diese Unregelmäßigkeit lässt mich zweifeln und drückt mich ab und dann in eine hilflose Position.</p>
<p>Danke, an all die Menschen, dir meinem Pendel dann wieder einen Schubs geben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lichtblicke</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/19/lichtblicke/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 02:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/19/lichtblicke/</guid>
		<description><![CDATA[Auf dem Flug von Bangkok nach Kuala Lumpur hatten meine Kinder und ich eine wunderschöne Begegnung. Eigentlich bin ich wieder einmal davon überzeugt, dass ich sie nicht werde beschreiben können, daher bis dato auch kein Eintrag. Aber jetzt habe ich gerad Lust dazu.
Habe gerade wunderbar gefrühstückt und dabei den Wellen zugesehen, wie sie sich brechen.
Innerhalb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Flug von Bangkok nach Kuala Lumpur hatten meine Kinder und ich eine wunderschöne Begegnung. Eigentlich bin ich wieder einmal davon überzeugt, dass ich sie nicht werde beschreiben können, daher bis dato auch kein Eintrag. Aber jetzt habe ich gerad Lust dazu.<br />
Habe gerade wunderbar gefrühstückt und dabei den Wellen zugesehen, wie sie sich brechen.</p>
<p>Innerhalb von Asien bin ich meist mit Low-cost-carrieren unterwegs. So klein die Preise sind, genauso klein ist eben dann auch das Service.<br />
Ein Nachteil an der ganzen Sache ist, dass es quasi &#8220;free-seating&#8221; gibt, soll heißen, man bekommt keinen fixen Platz zugewiesen. So nach dem Motto. Wer zuerst kommt malt zuerst.<br />
Wie man sich gut vorstellen kann läuft das dann in etwa so ab, dass sich schon etwa 3 Stunden vor dem Flug eine lange, lange Schlange nervöser Passagiere vor dem Gate bildet mit nur einem Ziel. So schnell wie möglich im Flugzeug zu sein. Und am besten noch als Allererster. Wobei ich bis heute noch nicht herausgefunden habe, welchen Preis man dafür erhalten würde.<br />
Da ich mit 3 Kindern im Schlepptau sowieso kaum eine Chance habe und auf den &#8220;Kleinkindbonus&#8221; gehofft habe, nahmen wir, anstatt in der Schlange zu stehen, auf relativ bequemen Flughafensesseln Platz.</p>
<p>Ein paar Minuten später kamen 3 Mönche und wurden von einer Flughafenangestellten angewiesen, neben uns Platz zu nehmen.<br />
Ihr hättet in diesem Augenblick die Gesichter meiner Kinder sehen sollen. Klar wussten sie was Mönche sind, und am Flughafen hatten wir auch immer wieder welche gesehen. Aber nun saßen sie neben ihnen.<br />
Mein ältester Sohn fing gleich an seine Fragenmaschine anzustellen und ich wusste kaum was ich ihm auf all die zahlreichen Fragen antworten sollte, bis sich der älteste Mönch zu mir dreht und mich fragte, ob der junge Mann etwas wissen möchte. Daraufin übersetzte ich Fragen und Antworten.<br />
Aber das Allerbeste war mein Jüngster. Er stand sehr bald von seinem Sessel auf und positionisierte sich im Schneidersitz direkt vor dem ältesten Mönch. Dort saß er, mit staunenden Augen und einem offenen Mund (sieht man oft, wenn Kinder sehr vertieft sind, oder man ihnen z.B. eine spannende Geschichte erzählt) und bewunderte das Gespräch. Er verstand natürlich nichts, aber das scheinte ihn nicht zu stören.<br />
Ich bemerkte, wie er allmählich immer näher an den Mönch rückte und in mir regte sich so etwas wie Unbehagen, weil ich nicht wusste, ob ihm das recht ist.<br />
In mir sagte eine Stimme immer wieder:&#8221;bleib jetzt wo du bist!&#8221;, aber er rückte immer näher und mit einem mal griff er mit einer Hand zu dem Umhang des Mönches (der im übrigen orange ist, die Lieblingsfarbe von uns beiden) und hielt diese fest.<br />
In dem Moment wo ich ihn ermahnen wollte sagte der Mönch zu ihm, dass das in Ordnung ist. Und grinste mich an.<br />
Dann wurde der Flug aufgerufen.<br />
In Thailand ist es üblich (vermutlich in anderen Teilen der Welt auch) dass &#8220;Heiligkeiten&#8221; immer zuerst das Flugzeug besteigen.<br />
So erhoben sich die Mönche und mein Jüngster, der immer noch den Umhang in seiner Hand hatte auch.<br />
Dann nahm der Mönch die Hand meines Sohnes und sie gingen Richtung Gate.<br />
Ich wusste wirklich nicht wie mir geschah. Die Flughafenangstellte war wohl auch etwas perplex aber deutete mir, meine Sachen und die anderen zwei Söhne zu nehmen und mit einzusteigen.<br />
Im Flugzeug bat der Mönch, mich zu ihm zu setzten.<br />
Diese 2 1/2 Stunden waren sehr bewegende Stunden für mich.<br />
Ich möchte hier gar nicht wiedergeben worüber wir gesprochen haben und vermutlich ist es auch unwichtig.<br />
Aber es war sehr berührend und hat sich tief in mein Inneres eingebrannt.<br />
Am Flughafen in KUL angekommen sagte er dann noch, dass ich ihn gerne besuchen kommen könnte, wenn ich einmal auf Java wäre. Er reichte mir einen Zettel mit seinen Daten und schenkte mir dann nochmals ein gütiges Lächeln und dann trennten sich unsere Wege wieder.</p>
<p>Ich weiß, dies hier aufzuschreiben wirkt ziemlich banal.<br />
Aber es waren &#8220;Augenblicke&#8221; die einem durchfluten, mit Licht und Liebe. Die einem das Göttliche fühlen lassen, dass durch diese Menschen fließt. Diese Menschen, die gelernt haben, mit dem Herzen zu sehen, und zu fühlen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erinnerungen an Großmutter</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/18/erinnerungen-an-grosmutter/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 13:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich eine zeitlang sehr intensive Erinnerungen an meine Großmutter väterlicher Seits.
Ich habe als Kind immer wieder meine Ferien bei ihr verbracht. Oft wurde ich auch in einer Art Nacht und Nebel Aktion zu ihr gebracht, meist dann, wenn die familieäre Situation so zu eskalieren drohte, dass man Angst vor dem Jugendamt hatte.
Meine Oma [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich eine zeitlang sehr intensive Erinnerungen an meine Großmutter väterlicher Seits.<br />
Ich habe als Kind immer wieder meine Ferien bei ihr verbracht. Oft wurde ich auch in einer Art Nacht und Nebel Aktion zu ihr gebracht, meist dann, wenn die familieäre Situation so zu eskalieren drohte, dass man Angst vor dem Jugendamt hatte.<br />
Meine Oma lebte damals auf einem Bergbauernhof im absolut hintersten Tal.<br />
Man konnte dorthin nur zu Fuß gelangen. Ein kleiner Hof mit ein paar Tieren und Anfangs noch nichtmal Strom und Warmwasser. Aber ich fühlte mich dort sehr wohl.<br />
Ich durfte immer bei Oma im Bett schlafen, und wenn ein Gewitter kam, dass in den Bergen sehr heftig wüten kann, konnte ich ihr sagen, dass ich Angst habe und durfte auch mal weinen, ohne sofort beschimpft zu werden.<br />
Heute frage ich mich ernsthaft, wie eine so liebevolle Frau ein solches Monster wie meinen Vater groß ziehen konnte. Sie hatte selbst 6 Kinder geboren und noch 3 Pflegekinder angenommen. Und keine Ehemann der ihr zur Seite stand.</p>
<p>Am Abend betete sie immer mit mir.<br />
Oder besser gesagt, sie sprach einen Segen über mich.<br />
Ich kann mich leider nicht mehr wortgetreu erinnen, und außerdem war dies auch im Dialekt, aber ich habe vor einiger Zeit in einem Buch einen &#8220;Segen&#8221; gelesen, der fast Wort wörtlich ihren Worten gleicht.</p>
<p>&#8220;Möge Gott dich immer mit einem Sonnenstrahl wärmen,<br />
dich mit einem Mondstrahl streicheln,<br />
dich mit einem Schutzengel behüten,<br />
dass du bewahrt bist in allen Geschicken.<br />
Er soll dir ein Lachen schicken und treue Freunde.<br />
Und immer, wenn du betest, soll Er dich erhören.&#8221;</p>
<p>Danke Omi.</p>
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		<title>Verzweiflung</title>
		<link>http://augenblicke.erwachen.com/2008/07/18/verzweiflung/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 00:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>shiva</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles und Nichts]]></category>

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		<description><![CDATA[War nun eine Stunde am Strand laufen. Habe versucht, diese Verzweiflung wegzulaufen.
Hat natürlich prima funktioniert.
Früher fand ich es unheimlich toll in den Urlaub zu fahren, weil ich es tatsächlich irgendwie geschafft habe, diese 2-3 Wochen in ein anderes Leben einzutauchen.
Eine Flucht in Wirklichkeit.
Aber dies funktioniert nun nicht mehr.
Ich bleibe immer dieselbe, am selben Ort.
Da gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>War nun eine Stunde am Strand laufen. Habe versucht, diese Verzweiflung wegzulaufen.<br />
Hat natürlich prima funktioniert.</p>
<p>Früher fand ich es unheimlich toll in den Urlaub zu fahren, weil ich es tatsächlich irgendwie geschafft habe, diese 2-3 Wochen in ein anderes Leben einzutauchen.<br />
Eine Flucht in Wirklichkeit.<br />
Aber dies funktioniert nun nicht mehr.<br />
Ich bleibe immer dieselbe, am selben Ort.<br />
Da gibt es kein Weglaufen mehr.<br />
Doch der Drang danach ist dennoch manchmal so stark, dass ich schier verzweifeln könnte.</p>
<p>Es ist schön hier, keine Frage.<br />
Aber es macht genau genommen keinen Unterschied mehr, ob ich in einen tropischen Garten blicke, oder auf ein Industriezentrum.<br />
Ich weiß nicht, ob dies nachvollziehbar ist.<br />
Ich kann einfach nicht mehr sagen, dass dieses oder jenes schöner wäre als das andere. Zumindest momentan nicht. Wer weiß, vielleicht schlafe ich ja wieder ein.</p>
<p>Natürlich gibt es Situationen, Augenblicke die mich so sehr berühren und in den Bann ziehen, dass mein Innerstes Achterbahn fährt, aber das sind alles Momentaufnahmen und kann genauso gut durch ein Blatt im Wind ausgelöst werden, wie durch das Weinen eines Babys.</p>
<p>Meine Güte, was rede ich hier überhaupt?<br />
Geht es euch da Draußen eigentlich auch so?<br />
Eigentlich müsste es so sein, und dann wiederum nicht.<br />
Ich glaub ich werd irre.<br />
Drum geh ich mal frühstücken.<br />
Vielleicht ist der Zuckerspiegel gerade nur am absacken, oder die Verzweiflungskurve am Höhepunkt.<br />
Heute könnte ich alles sein.<br />
Alles.<br />
Verzweiflung.<br />
Schönheit.<br />
Welle.<br />
Kaffee.<br />
Hunger.<br />
shiva?</p>
]]></content:encoded>
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