Die Freiheit der Gefühle
Donnerstag, 24. Juli 2008 4:20
Mir geht es momentan nicht so gut.
Ich merke, wie ich wieder beginne Gefühle zu blockieren. Mir Bedürfnisse abzusprechen. Oder besser gesagt, dieser Automatismus, mir selbst weh zu tun, greift wieder.
Seltsamerweise hat fckw’s Frage, ob ich selbst wirklich lieben will, mich aufgewühlt.
Ich fühle, dass ich das wirklich will. Aber mein Kopf sagt, dass ich zu so etwas gar nicht im stande bin. Weder zu lieben, noch geliebt zu werden. Von mir selbst, oder von anderen. Das sitzt zu tief.
So ein simpler Satz wirft mich um.
Ich bin eigentlich eine sehr selbstständige Frau. Ich brauche an sich wirklich nichts und niemanden um das Alltägliche zu bewältigen. Ich weiß mir überall zu helfen und finde immer einen Weg. Ich bin nicht abhängig im Sinne vom “im Leben stehn” aber ich bin nach wie vor schwer “emotional” abhängig.
Und dann laufe ich dem Irrtum auf, ich könne dies alles verhinden, indem ich meinen Gefühlen einfach eine Mauer vorbaue. Nichts mehr druchlasse und niemanden mehr durchlasse. Ich bin da ziemlich gut darin. Leider.
Ich hasse es, dass es mir wichtig ist gemocht zu werden.
Es regt mich so auf, dass mir die Tränen kommen, wenn ich daran denke.
Und dann gibt es da offensichtlich einen bestimmten Schlag von Mensch, von dem ich besonderns gemocht, geliebt werden will. Aber genau von diesem Schlag Mensch fühle ich mich immer abgelehnt, zurückgewiesen, verachtet, manchmal sogar gehasst.
Hier kann ich dann nichtmal mehr rational denken. Ich bin so festgafahren, dass meist nur mehr die Flucht hilft, aus Angst, noch mehr Verletzungen zu erleiden, die ja eigentlich hausgemacht sind.
Und dann bin ich jetzt immerhin so weit, nicht gleich zu flüchten, mir zu sagen, dass das keine Lösung ist.
Aber das Bleiben ist auch nicht die Lösung.
Mich ekelt dieses Spiel. Immer und immer wieder dasselbe.
Das Drehbuch änders sich nur maginal in der Länge des Dramas aber das Ende ist immer dasselbe.
Ich komm da einfach nicht raus.
Und wenn ich ehrlich bin, verachte ich mich selbst dafür. Weil ich vieles kaputt mache. Immer und immer wieder. Obwohl ich das im vorhinein schon weiß, aggiere ich wieder nach dem selben Muster.
Aber Fakt ist, im Grunde kann ich nichts tun.
Ich bin so wie ich bin.
Ich hab es satt in Rollen zu schlüpfen um annerkannt zu werden.
Vielleicht muss ich einfach lernen, diese Situationen auszuhalten.
Diese Gefühl des “nicht gemocht werden” auszusitzen.
Ich bin wütend auf mich, weil ich hier das Gefühl habe, keinen Schritt weiter zu kommen. Nichts dazuzulernen.
Wirklich wütend.
WIRKLICH WÜTEND!
Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva