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Vertraue

Sonntag, 14. September 2008 16:23

Als ich vor mittlerweilen fast 3 Jahren begann mir die Frage zu stellen, wer ich denn überhaupt bin, wer oder was Gott ist, warum Gott soviel Leid zulasse und vorallem warum ICH so viel leiden muss, da bekam ich von einem Freund folgendes gesagt:

“Vertraue!”

So lächerlich und nichtssagend fand ich dieses Wort. Ja sogar etwas ärgerlich war ich, ob so einer Antwort auf mir so derartig wichtigen Fragen.

Vertraue, vertraue, vertraue, vertraue……

Ja in wen oder was denn bitte schön?, schrie es in mir.

In mich selbst könnte ich natürlich in keinem Fall vertrauen. Wie denn auch, weiß ich doch nichtmal wer ich bin. Wie kann ich nur so jemanden wie mir vertrauen?

Dieses “Vertraue!” kam immer wieder. Oft gut getarnt in Nebensätzen oder direkt vor den Latz geknallt. Aber ich wollte es nie annehmen, weil es auch so einfach wirkte. Fast langweilig.
Vertraue………das soll alles sein?

Heute Morgen wachte ich auf und wusste das erstmal so wirklich was mir derjenige damals sagen wollte. Oder vielmehr. Ich spürte es. Und es hält an. Ich spüre noch immer. Dieses Vertrauen nimmt mir die Angst. Denn es gibt kein Verlieren oder eine Welt die zusammenbrechen könnte. Das existiert nur in meinem Verstand.

Vertraue!

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (2) | Autor: shiva

So siehts aus

Donnerstag, 11. September 2008 21:12

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So standen heute die Wolken über mir, als ich kurz raus ging.
Besser könnte ich es nicht in Worte fassen.
Genau so sieht es aus in mir.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (2) | Autor: shiva

Im Wald

Montag, 8. September 2008 20:36

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Ich war heute etwa eine Stunde im Wald spazieren.
Anfangs habe ich dort die Ruhe genossen und meinen Atem beobachtet. Meine Schritte wahrgenommen. Wahrgenommen wie jeder Schritt, im vom Regen aufgeweichten Waldboden, Spuren hinterlässt. Dann habe ich die Bäume beobachtet. Alles war sehr intensiv. So voller Leben und Präsents.

Plötzlich musste ich schreien. Ohne ersichtlichen Grund kam es über mich. Einfach so. Tief aus meinem Bauch schrie ich los. Ich schrie alles aus mir raus was sich da im Bauch angesammelt hat.
Irgendwann versiegte der Schrei und es war wieder still. Ich merkte wie ich zittere und ein Gefühl der Erleichterung stellte sich ein.

Dann blieb ich dort noch ein wenig stehen.
Völlig unbeeindruckt vom Lärm sah ich ein Eichhörnchen die Bäume entlanglaufen.
Die Blätter wiegten sich ganz leicht im Wind. Herbst liegt in der Luft. Man kann ihn riechen.

Alles war so komplett in dem Moment. Ich fühlte mich eingebettet in diesen Moment.

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Zwang

Montag, 8. September 2008 9:29

Gestern ist etwas von mir abgefallen. Nicht vollständig und noch lange nicht ganz durchsichtig, aber etwas mehr Raum ist dadurch entstanden.

In mir ist dieser unbändige Zwang alles kontrollieren zu müssen. Und ich spreche hier nicht nur von Terminen und allerlei Facetten des Alltages, sondern ich spreche von Dingen wie Zuneigunge und Wertschätzung.

Dieser Zwang ist schrecklich für mich, aber aufgeben will ich ihn offensichtlich auch noch nicht.

Ich will mir sicher sein. Sicher in Bezug auf Anerkennung und Liebe. Dauernd stelle ich Vergleiche an um zu sehen wo ich stehe. Ganz schlimm wird es dann, wenn es um Menschen geht, denen ich sehr nahe bin. Dieser Exklusiv-Gedanke macht sich dann breit. So breit, dass er allem anderen den Raum nimmt.
Die Vorstellung, dieser Mensch könnte gar jemanden anderen auch noch lieben und ihm tief verbunden sein sprengt mich nahezu innerlich. Dann tauchen Bilder auf in meiner Vorstellung. Bilder, die mit der Realität rein gar nichts zu tun haben aber ich füttere sie mit meinen Illusionen, Ängsten und Erwartungen bis sie so unterträglich für mich werden, dass ich beginne um mich zu schlagen.
Dann treffe ich. Scharf wie ein Messer. Vorallem die Menschen, die mir nah sind.

Ich weiß, dass ich in der Situation nicht anders kann, und ich weiß, dass dies wohl auch nötig ist um diesen Prozess weiter zu treiben, aber es erschöpft mich wahnsinnig.

Gestern war wieder so eine Situation. Aber ich bin nicht sofort weggelaufen und habe es ausgehalten. Das war gut. Dadurch habe ich ein wenig Raum geschaffen, für den nächsten Trip, der da sicher kommen wird.

Aber diese Trips machen mich zu keinem schlechten Menschen auch wenn ich mich aktuell dann so fühle. Da ist dann aber auch wirklich alles enthalten. Von Verachtung bis Hass. Aber diese Regungen sind nicht echt. Es sind Bilder und Vorstellungen. Aber dies erkenne ich immer erst, wenn ich wieder durchgegangen bin.

Gestern war mir jemand zur Seite. Ohne mich zu manipulieren oder einzugreifen war jemand da. Einfach da. Ist geblieben, wider meiner ganzen Erwartungen und Vorstellungen. Obwohl ich um mich geschlagen habe ist dieser Mensch geblieben.

Ich danke dir, von ganzem Herzen…

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Kraft

Sonntag, 7. September 2008 11:31

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Selbstausdruck

Sonntag, 7. September 2008 11:30

Heute Nacht, wieder unter dem sternenklaren Himmel ging mir meine Sexualität durch den Kopf. Schon immer war dieses Wort in mir verbunden mit etwas Verbotenem. Dieser Anteil in mir ist über so viele Jahre in die unterste Schublade geschoben worden. Sehr lange habe ich gebraucht um zu merken, wie sehr mir das eigentlich schadet.

Oft war da dieser Gedanke in mir, dass Sexualität ein Defizitbedürfnis wäre. Heute ahne ich, dass Sexualität ein Wachstumsbedürfnis ist.

Ich bin auch zu dem Schluss gekommen, dass diese Sexualität nicht einfach ein Bedürfnis ist, dass mit Sex befriedigt werden kann. Sondern vielmehr emfpinde ich diese Sexualität als Freude am Dasein.

Eigentlich kann man diese Sexualität mit der Kunst vergleichen.
Ein Künstler der all seine Kreativität in seine Werke steckt.

Auch die Kunst ist weitesgehend zweckfrei, eine Definition unserer selbst, außer man will diesen Selbstausdruck als Bedürfnis deklarieren.

Ich glaube, dass Sexualität ein Bedürfnis ist, dass die Menschen auf allen Ebenen berührt.
Also demnach auf der Ebene des Geistes, des Körpers und der Seele, um nun ein ganz einfaches Modell heranzuziehen.

Ja, meine Sexualität ist mein ganz eigener Ausdruck. Eine kreative Kraft.
Die Bejahung meiner Existenz.

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Dunkelheit

Samstag, 6. September 2008 10:42

Ich mag die Dunkelheit.
Heute Nacht bin ich sehr lange im Garten gesessen und habe mich von dieser Dunkelheit einhüllen lassen.

Ich bin momentan beherrscht von einem “Nicht-Wissen”, “nicht erklären können”. Und genau dieser Zustand verleiht mir eine gewisse Zufriedenheit.

Gleichzeitig allerdings gibt es extreme Wechsel und ich bin dann total gefangen von meinem Denken. Wenn ich das so beobachte dann bade ich mich dann in diesem daraus entstehenden Leid. Ein Gefühl von “Sicherheit” stellt sich ein und ich beschwöre und pflege dieses Leid in mir, in dem ich meinen Verstand immer weiter mit Vorstellungen und Bilder nähre. Illusion die meist vollständig aus der Luft gegriffen sind.

Der Wechsel dann wiederum erfolgt meist genauso abrupt und ist oft begleitet mit einem Weinen in dem sich viele Emotionen zu entladen scheinen.

Und dann schleicht sich ein Zustand dazu, der mir vertraut scheint, aber dennoch Angst macht. Es gibt Tage da befinde ich mich in einer Antriebslosigkeit die einer Depression zu gleichen scheint. Doch hier bin ich mir auch nicht sicher, weil ich das jahrelang bei meiner Mutter beobachtet habe, ob das nun wirklich so ist, oder ich nur Bilder in mir habe, die ich mir nun überstülpe.

Aber eigentlich ist es auch egal. An diesen Tagen geht es mir eben so und ich vermeide den Kontakt mit anderen, bis auf wenige, so gut es geht. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt verlasse ich schon auch mal nicht das Bett. Der Zustand verflüchtigt sich dann wieder von selbst und der Antrieb kommt zurück.

Ja, so ist es momentan.

Aber nebst alldem ist da die Liebe. Eine Konstante die immer da ist.

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Gelöscht

Donnerstag, 28. August 2008 14:25

Ich habe bis auf den letzten, alle meine Beiträge hier im Blog gelöscht.
Ich weiß noch nicht ob und wie ich dieses Tagebuch weiterführen werde.

Ich habe nichts verstanden.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (5) | Autor: shiva

Ein Gebet

Mittwoch, 27. August 2008 18:23

“Wenn ich ein Gebet hätte, dann wäre es dies: Lieber Gott, bewahre mich vor dem Verlangen nach Liebe, Anerkennung oder Wertschätzung. Amen.”
(Byron Katie)

Dieses Zitat habe ich gestern auf GLR’s Blog entdeckt und es berührt mich.

Mit ein Grund, warum ich wenig schreibe momentan, ist, dass ich meine Stimmen nicht hören möchte.

Ich laufe davon, bin feig und belüge mich selbst.

Was wahr ist, wird übrig bleiben.
Mehr brauche ich momentan nicht.
Und diese Dunkelheit in mir schwappt jeden Tag mehr nach oben.
Und das ist gut.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (1) | Autor: shiva