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Still

Samstag, 4. Oktober 2008 13:51

Es ist heute sehr still in mir.
Vielleicht liegt es noch ein wenig an der Erschöpfung von gestern.
Aber ich glaube eher nicht.
Obwohl hier Trubel und Aufregung herrscht (weil mein Sohn später dann seinen Kindergeburtstag feiert) ist es still.
Still in mir.
Diese Stille zieht sich durch meinen Körper.
Es fällt mir manchmal schwer, mich an Dinge zu erinnern, die ich erledigen sollte.
Still.
Dennoch fühle ich, dass diese Stille so schnell kippen kann. Und dann dieser Wunsch, dieses Verlangen, dies zu verhindern.
Aber ich kann nichts verhindern. Und wenn dieser Zwang nachlässt, kann ich es wieder fließen lassen.
Still…

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Umfeld

Samstag, 4. Oktober 2008 10:48

Ich lebe in einem Umfeld, dass ich mir selbst auserwählt habe.
Es war bis zu einem gewissen Punkt sehr bequem. Getragen von lauter Blubberblasen. Wenn man wollte zieht man mit, oder man schläft einfach. Durchbrochen war dies nur durch emotionale Ausbrüche wenn es Streit gab oder vermeindliche Meinungsverschiedenheiten, die ja im Grunde keine sind, weil nicht wirklich jemand seine “eigene” Meinung vertreten hat.

Gestern hatten wir Gäste. Ich wusste das schon lange, weil dies einfach eine gewisse Planung notwendig macht. Aber den Gedanken an dieses Ereigniss habe ich einfach weggeschoben.
Wirklich hochgekommen, wie unangenehm mir dieses Treffen eigentlich ist, ist alles erst, als ich mit jemanden darüber sprach. Ich merke auch jetzt, dass ich kaum Worte finden kann für dieses Gefühl, aber ich will es dennoch gerne versuchen.

Ich bin sehr sehr lange mitgeschwommen in diesem Umfeld.
Aber mein Blick hat sich verändert. Ich bin offener geworden, verletzlicher.
In mir ist noch mehr passiert, aber auch hier fehlen mir die Worte.
Ach, ich kann es einfach nicht erklären. Das ärgert mich gerade. Sehr.

Das sind alles sehr sehr liebe Menschen. Aber ich kann nicht ich sein dort. Ich versteh das nicht. Es strengt mich an, so sehr. Es gibt dann Phasen in denen ich dem Gesprächen gar nicht mehr folge.
Nicht mehr folgen kann.

Danach bin ich erschöpft.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Verspannung und Kopfschmerz

Donnerstag, 2. Oktober 2008 7:06

Seit einigen Wochen bereits beobachte ich meine Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich intensiver. Nicht das dies ein Vorhaben gewesen wäre. Plötzlich war ich in der Lage dies zu tun.
Was folgte war eine sehr prägnante Zeit eben dieser Verspannungen. Sehr schmerzhaft. Teilweise so stark, dass ich mich in diesem Bereich nur schwer uneingeschränkt bewegen konnte. Daraus folgend entstanden dann meist sehr starke Kopfschmerzen bis hin zu wirklich üblen Migräneanfällen.

Verspannung ensteht immer aus Emotionen. Im aller seltensten Fall durch übertriebene Bewegung. Denn diese Verspannung, hervorgerufen durch ein zu großes Maß an Sport oder anderer körperlicher Belastung, hat ganz andere Auswirkung auf den Körper. Verglichen zu den Schmerzen die ich ansonsten verspüre, würde ich diese als fast angenehm bezeichnen.

Manchmal gelingt es mir zu beobachten, dass diese Verspannung in meinem Körper nahezu unmittelbar nach dem Auftreten einer Emotion entsteht. Man kann den Muskeln und Sehnen beinahe nachfühlen was sie dort dann leisten.

Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es tatsächlich auch möglich ist, ohne diese enorm wirkenden Kräften auszukommen.

Dann ist da kein Schmerz. Keine Verspannung. Kein Druck.

Leider findet das noch viel zu selten in mir statt. Diese Ruhe und “Entspannung”. Dieses Vertrauen.

Mein Leben steuert auf viel Gutes zu. Viel Gutes in mir. Nach außen hin mag das alles ziemlich katastrophal aussehen. Aber etwas in mir gibt mir zu spüren, dass dies alles gut und richtig ist. Ich steuere auf die “Entspannung” zu.
Die Verspannung meines Lebens beginnt sich lösen.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (2) | Autor: shiva

Was es ist

Montag, 29. September 2008 10:49

Es ist Unsinn sagt die Vernunft
Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist Unglück sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst
Es ist aussichtslos sagt die Einsicht
Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist lächerlich sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich sagt die Erfahrung
Es ist was es ist sagt die Liebe.

Erich Fried (1921-1988)

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Vertraue

Sonntag, 14. September 2008 16:23

Als ich vor mittlerweilen fast 3 Jahren begann mir die Frage zu stellen, wer ich denn überhaupt bin, wer oder was Gott ist, warum Gott soviel Leid zulasse und vorallem warum ICH so viel leiden muss, da bekam ich von einem Freund folgendes gesagt:

“Vertraue!”

So lächerlich und nichtssagend fand ich dieses Wort. Ja sogar etwas ärgerlich war ich, ob so einer Antwort auf mir so derartig wichtigen Fragen.

Vertraue, vertraue, vertraue, vertraue……

Ja in wen oder was denn bitte schön?, schrie es in mir.

In mich selbst könnte ich natürlich in keinem Fall vertrauen. Wie denn auch, weiß ich doch nichtmal wer ich bin. Wie kann ich nur so jemanden wie mir vertrauen?

Dieses “Vertraue!” kam immer wieder. Oft gut getarnt in Nebensätzen oder direkt vor den Latz geknallt. Aber ich wollte es nie annehmen, weil es auch so einfach wirkte. Fast langweilig.
Vertraue………das soll alles sein?

Heute Morgen wachte ich auf und wusste das erstmal so wirklich was mir derjenige damals sagen wollte. Oder vielmehr. Ich spürte es. Und es hält an. Ich spüre noch immer. Dieses Vertrauen nimmt mir die Angst. Denn es gibt kein Verlieren oder eine Welt die zusammenbrechen könnte. Das existiert nur in meinem Verstand.

Vertraue!

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (2) | Autor: shiva

So siehts aus

Donnerstag, 11. September 2008 21:12

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So standen heute die Wolken über mir, als ich kurz raus ging.
Besser könnte ich es nicht in Worte fassen.
Genau so sieht es aus in mir.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (2) | Autor: shiva

Im Wald

Montag, 8. September 2008 20:36

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Ich war heute etwa eine Stunde im Wald spazieren.
Anfangs habe ich dort die Ruhe genossen und meinen Atem beobachtet. Meine Schritte wahrgenommen. Wahrgenommen wie jeder Schritt, im vom Regen aufgeweichten Waldboden, Spuren hinterlässt. Dann habe ich die Bäume beobachtet. Alles war sehr intensiv. So voller Leben und Präsents.

Plötzlich musste ich schreien. Ohne ersichtlichen Grund kam es über mich. Einfach so. Tief aus meinem Bauch schrie ich los. Ich schrie alles aus mir raus was sich da im Bauch angesammelt hat.
Irgendwann versiegte der Schrei und es war wieder still. Ich merkte wie ich zittere und ein Gefühl der Erleichterung stellte sich ein.

Dann blieb ich dort noch ein wenig stehen.
Völlig unbeeindruckt vom Lärm sah ich ein Eichhörnchen die Bäume entlanglaufen.
Die Blätter wiegten sich ganz leicht im Wind. Herbst liegt in der Luft. Man kann ihn riechen.

Alles war so komplett in dem Moment. Ich fühlte mich eingebettet in diesen Moment.

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Zwang

Montag, 8. September 2008 9:29

Gestern ist etwas von mir abgefallen. Nicht vollständig und noch lange nicht ganz durchsichtig, aber etwas mehr Raum ist dadurch entstanden.

In mir ist dieser unbändige Zwang alles kontrollieren zu müssen. Und ich spreche hier nicht nur von Terminen und allerlei Facetten des Alltages, sondern ich spreche von Dingen wie Zuneigunge und Wertschätzung.

Dieser Zwang ist schrecklich für mich, aber aufgeben will ich ihn offensichtlich auch noch nicht.

Ich will mir sicher sein. Sicher in Bezug auf Anerkennung und Liebe. Dauernd stelle ich Vergleiche an um zu sehen wo ich stehe. Ganz schlimm wird es dann, wenn es um Menschen geht, denen ich sehr nahe bin. Dieser Exklusiv-Gedanke macht sich dann breit. So breit, dass er allem anderen den Raum nimmt.
Die Vorstellung, dieser Mensch könnte gar jemanden anderen auch noch lieben und ihm tief verbunden sein sprengt mich nahezu innerlich. Dann tauchen Bilder auf in meiner Vorstellung. Bilder, die mit der Realität rein gar nichts zu tun haben aber ich füttere sie mit meinen Illusionen, Ängsten und Erwartungen bis sie so unterträglich für mich werden, dass ich beginne um mich zu schlagen.
Dann treffe ich. Scharf wie ein Messer. Vorallem die Menschen, die mir nah sind.

Ich weiß, dass ich in der Situation nicht anders kann, und ich weiß, dass dies wohl auch nötig ist um diesen Prozess weiter zu treiben, aber es erschöpft mich wahnsinnig.

Gestern war wieder so eine Situation. Aber ich bin nicht sofort weggelaufen und habe es ausgehalten. Das war gut. Dadurch habe ich ein wenig Raum geschaffen, für den nächsten Trip, der da sicher kommen wird.

Aber diese Trips machen mich zu keinem schlechten Menschen auch wenn ich mich aktuell dann so fühle. Da ist dann aber auch wirklich alles enthalten. Von Verachtung bis Hass. Aber diese Regungen sind nicht echt. Es sind Bilder und Vorstellungen. Aber dies erkenne ich immer erst, wenn ich wieder durchgegangen bin.

Gestern war mir jemand zur Seite. Ohne mich zu manipulieren oder einzugreifen war jemand da. Einfach da. Ist geblieben, wider meiner ganzen Erwartungen und Vorstellungen. Obwohl ich um mich geschlagen habe ist dieser Mensch geblieben.

Ich danke dir, von ganzem Herzen…

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Kraft

Sonntag, 7. September 2008 11:31

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Thema: Alles und Nichts | Kommentare (1) | Autor: shiva

Selbstausdruck

Sonntag, 7. September 2008 11:30

Heute Nacht, wieder unter dem sternenklaren Himmel ging mir meine Sexualität durch den Kopf. Schon immer war dieses Wort in mir verbunden mit etwas Verbotenem. Dieser Anteil in mir ist über so viele Jahre in die unterste Schublade geschoben worden. Sehr lange habe ich gebraucht um zu merken, wie sehr mir das eigentlich schadet.

Oft war da dieser Gedanke in mir, dass Sexualität ein Defizitbedürfnis wäre. Heute ahne ich, dass Sexualität ein Wachstumsbedürfnis ist.

Ich bin auch zu dem Schluss gekommen, dass diese Sexualität nicht einfach ein Bedürfnis ist, dass mit Sex befriedigt werden kann. Sondern vielmehr emfpinde ich diese Sexualität als Freude am Dasein.

Eigentlich kann man diese Sexualität mit der Kunst vergleichen.
Ein Künstler der all seine Kreativität in seine Werke steckt.

Auch die Kunst ist weitesgehend zweckfrei, eine Definition unserer selbst, außer man will diesen Selbstausdruck als Bedürfnis deklarieren.

Ich glaube, dass Sexualität ein Bedürfnis ist, dass die Menschen auf allen Ebenen berührt.
Also demnach auf der Ebene des Geistes, des Körpers und der Seele, um nun ein ganz einfaches Modell heranzuziehen.

Ja, meine Sexualität ist mein ganz eigener Ausdruck. Eine kreative Kraft.
Die Bejahung meiner Existenz.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva