Umfeld

Ich lebe in einem Umfeld, dass ich mir selbst auserwählt habe.
Es war bis zu einem gewissen Punkt sehr bequem. Getragen von lauter Blubberblasen. Wenn man wollte zieht man mit, oder man schläft einfach. Durchbrochen war dies nur durch emotionale Ausbrüche wenn es Streit gab oder vermeindliche Meinungsverschiedenheiten, die ja im Grunde keine sind, weil nicht wirklich jemand seine “eigene” Meinung vertreten hat.

Gestern hatten wir Gäste. Ich wusste das schon lange, weil dies einfach eine gewisse Planung notwendig macht. Aber den Gedanken an dieses Ereigniss habe ich einfach weggeschoben.
Wirklich hochgekommen, wie unangenehm mir dieses Treffen eigentlich ist, ist alles erst, als ich mit jemanden darüber sprach. Ich merke auch jetzt, dass ich kaum Worte finden kann für dieses Gefühl, aber ich will es dennoch gerne versuchen.

Ich bin sehr sehr lange mitgeschwommen in diesem Umfeld.
Aber mein Blick hat sich verändert. Ich bin offener geworden, verletzlicher.
In mir ist noch mehr passiert, aber auch hier fehlen mir die Worte.
Ach, ich kann es einfach nicht erklären. Das ärgert mich gerade. Sehr.

Das sind alles sehr sehr liebe Menschen. Aber ich kann nicht ich sein dort. Ich versteh das nicht. Es strengt mich an, so sehr. Es gibt dann Phasen in denen ich dem Gesprächen gar nicht mehr folge.
Nicht mehr folgen kann.

Danach bin ich erschöpft.

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Autor: shiva
Datum: Samstag, 4. Oktober 2008 10:48
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