Dunkelheit

Ich mag die Dunkelheit.
Heute Nacht bin ich sehr lange im Garten gesessen und habe mich von dieser Dunkelheit einhüllen lassen.

Ich bin momentan beherrscht von einem “Nicht-Wissen”, “nicht erklären können”. Und genau dieser Zustand verleiht mir eine gewisse Zufriedenheit.

Gleichzeitig allerdings gibt es extreme Wechsel und ich bin dann total gefangen von meinem Denken. Wenn ich das so beobachte dann bade ich mich dann in diesem daraus entstehenden Leid. Ein Gefühl von “Sicherheit” stellt sich ein und ich beschwöre und pflege dieses Leid in mir, in dem ich meinen Verstand immer weiter mit Vorstellungen und Bilder nähre. Illusion die meist vollständig aus der Luft gegriffen sind.

Der Wechsel dann wiederum erfolgt meist genauso abrupt und ist oft begleitet mit einem Weinen in dem sich viele Emotionen zu entladen scheinen.

Und dann schleicht sich ein Zustand dazu, der mir vertraut scheint, aber dennoch Angst macht. Es gibt Tage da befinde ich mich in einer Antriebslosigkeit die einer Depression zu gleichen scheint. Doch hier bin ich mir auch nicht sicher, weil ich das jahrelang bei meiner Mutter beobachtet habe, ob das nun wirklich so ist, oder ich nur Bilder in mir habe, die ich mir nun überstülpe.

Aber eigentlich ist es auch egal. An diesen Tagen geht es mir eben so und ich vermeide den Kontakt mit anderen, bis auf wenige, so gut es geht. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt verlasse ich schon auch mal nicht das Bett. Der Zustand verflüchtigt sich dann wieder von selbst und der Antrieb kommt zurück.

Ja, so ist es momentan.

Aber nebst alldem ist da die Liebe. Eine Konstante die immer da ist.

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Autor: Carmen
Datum: Samstag, 6. September 2008 10:42
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