Der Wert meiner selbst
Samstag, 17. Mai 2008 23:27
Die letzten Stunden waren wieder geprägt von Wahnsinnstaten meines Verstandes.
Dieser “Kerl”, wie ihn ein Freund mal nannte, den ich nicht wirklich unter Kontrolle habe. Der mit seiner Eigendynamik das Karusell am Laufen hält und immer wenn ich das Gefühl habe, dass es zum “Stillstand” kommt, kommt irgendein ein “Subkerl” und verleiht dem ganzen Gefährt neuen Schwung.
Ich prostituiere mich, um mir ein künstliches Wertgefühl zu erschaffen.
Immer und immer wieder.
Wie ein kleines Kind.
Wenn Menschen sich nicht so verhalten, wie ich es mir erwarte oder erhoffe, beginnen die irrsten Spekulationen und Interpretationen, warum denn das so sei.
Warum bekomme ich keine Antworten auf meine Fragen?
Warum behandelt jener mich anders, als er XYZ behandelt?
Was mache ich falsch?
Kann ich es je richtig machen?
Wie krank das alles ist.
Und dennoch verfalle ich immer wieder in dieses Muster.
Und ich werde es wieder und wieder tun.
Bis es sich tod läuft.
Wieso denke ich, dass erst, wenn diese Erwartungen meinerseits erfüllt werden, ich so etwas wie Anerkennung empfinden kann?
Wieso fühle ich mich minderwertig, wenn dem nicht so ist?
Ja, ich fühle mich alleine gelassen. Minderwertig, eigentlich wie ein Stück Dreck.
Aber zudem mache ich mich selber.
Und nach wie vor denke ich, dass mir dieses “Alleine-sein” jemand nehmen könnte.
In dem er mich in den Arm nimmt, mir über das Haar streicht und mir tröstende Worte ins Ohr sagt.
Wie das vielleicht einmal mein Vater hätte tun sollen.
Ich warte immer noch auf einen Vater, der dies tut.
Der mich schützt und mir sagt, was ich zu tun habe.
Nur, ich bin kein kleines Mädchen mehr, und meinen Vater gibt es nicht mehr.
Aber aus der Rolle komme ich nicht raus.
Scheiße.
Thema: Alles und Nichts | Kommentare (1) | Autor: shiva