Beiträge vom 12. Mai 2008

Zusammenfassung

Montag, 12. Mai 2008 15:57

1. Ich bin enttäuscht und weiß nicht wovon.
2. Ich bin wütend, und weiß nicht worauf
3. Ich bin einsam. Ich fühle mich ausgegrenzt, will und kann nirgends wirklich dazu gehören.
4. Ich verachte andere Menschen und weiß nicht warum.
5. Ich sehne mich nach Zuneigung und Liebe, so stark, dass es schmerzt, und weiß nicht, was ich tun kann, um beides zu erlangen. Ich kann Liebe nicht spüren, weiß nicht, ob mich jemals jemand geliebt hat. Und selbst wenn mir dies jemand sagen würde, würde ich es nicht glauben können.
6. Ich habe keine Ahnung, ob dies alles echt ist, wahr ist. Aber ich fühle es.
7. Ich sehe keinen Weg, kein Weiterkommen, aber auch keinen Stillstand.
8. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt weitergehen kann.
9. Schmerzen im Solarplexus. Steifer Nacken schon seit Tagen. Kloss im Hals.

Ich werde mich nun mittels Sport verausgaben, vielleicht hilft es ja. (aber vermutlich nicht)

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Delete

Montag, 12. Mai 2008 13:24

Heute schon, die ganze Zeit über, eine innere Antriebskraft die ich als unangenehm empfinde.
Ich kenne dieses Gefühl von früher. Meist hat mich diese “Panik” dazu verleitet, Dinge zu tun, dich ich eigentlich gar nicht wollte.
Menschen zu verletzten, mich zu verletzen.
Heute gingen diese Gedanken schon in mehrere Richtungen.
Einer der Top five ist, den Blog zu löschen, weil er mir so unendlich verlogen vorkommt.

Ich bin wie ein Blatt im Wind.
Was ist bloß los mit mir?

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Halleluja

Montag, 12. Mai 2008 11:48

Heute, während ich mit dem Autor fuhr, fiel mir plötzlich ein, dass ich am Mittwoch eine Befundbesprechung habe, von Untersuchungen die ich vor ca. 10 Tagen machen ließ. Eigentlich ein wichtiger Tag. Nur für wen?
Im gleichen Moment klang “Halleluja” (im Orginal von Leonard Cohan) aus dem Radio.
Was spielt es für eine Rolle ob ich leben werde oder nicht?
Wenn ich solch Musik hören, solche Worte wahrnehmen darf.
In dem Moment spielt es keine Rolle, und vielleicht wird es nie wieder eine spielen.
Musik ist tief in mir ein ganz großer Aspekt. Ich weiß bis heute nicht, warum ich das nicht zulassen kann. Warum ich meine Stimme nur in mir wissen möchte. Warum ich mich nicht zur Musik bewegen kann (hier spielt vermutlich die Körperwahrnehmung eine wichtige Rolle), obwohl in mir drinnen ein ganz starker Drang danach ist.
Musik berührt mich.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Blog

Montag, 12. Mai 2008 7:15

Das Schreiben hier im Tagebuch hat irgendwie einen Effekt auf mich.
Es es ist wie ein Überdruckventil, das sich öffnet, wenn der Druck zu groß wird.
Wie man beobachten kann, stehe ich momentan wohl unter Dauerdruck.
Hier kann ich einfach alles rauskotzen, ohne Hemmungen. Ohne Rücksicht auf zartbeseitete Mitmenschen. Wer es nicht erträgt braucht es ja schließlich nicht zu lesen.
Ich habe mir schon einige Male die Frage gestellt, warum ich hier schreibe, oder gar “für wen” ich das mache.
Anfangs war die Antwort ganz klar. Sicher nicht für andere. Ob das nun 5 Leute lesen, hunderte oder keiner ist eigentlich schlichtweg egal. Ich schreibe für mich, nur für mich. Um zu reflektieren, und, weil ich es tun muss. Es geschieht einfach. So. Ohne Anstrengung. Das ist irgendwie ein gutes, leichtes Gefühl.
Aufallend ist hingegegen, dass bereits kurze Zeit nachdem ich Beiträge gepostet habe, mir das soeben Geschriebene irgedendwie reichlich surreal erscheint. Nicht selten als eine neue Lüge aufleuchtet, in Form von großen Stopschilder, wie sie einem auf der Autobahn entgegenblinken, um uns aufzufordern, stehen zu bleiben. Aber genau das will ich nicht. Stehen bleiben. Ich brauche die Reibung um zu wachsen. Auch wenn diese Reibung mir oftmals tiefe Wunden zufügt, oder alte, bereits verheilte (diesem Irrtum laufe ich immer noch auf) wieder aufreisst.
Härte wäre wohl auch ein Synonym für das was ich brauche. Diese Härte ist ein Charakteranteil in mir. Oder vielleicht trifft es Grausamkeit besser. Ein gewisser Hang zur Grausamkeit.
Ein Tagebuch ersetzt allerdings nicht das zwischenmenschliche Gespräch, auch wenn ich mir das manchmal versuche einzureden.
Blödsinn.
Und manchmal wenn ich mir überlege, warum ich mich entschlossen habe dieses Tagebuch zu führen ist da noch ein Gedanke.
Der Gedanke daran, wie hilflos und verloren ich ganz am Anfang dieses Prozesses war (und heute oft noch bin), und dass mir das Lesen von anderen Tagebüchern (und ich habe Nächte damit zugebracht), eigene Prozesse in mir, vor Augen geführt hat. Diese Blogs haben mir gezeigt, dass ich nicht ganz alleine bin mit meinem Gedanken. Heute empfinde ich Dankbarkeit diesen Autoren gegenüber. Vielleicht ist das auch mit ein Grund für mein Schreiben. Das irgendjemand (und sollte es nur eine einzige Person sein) aufgrund meiner Zeilen erkennt, dass es einen Weg gibt, egal wie steinig er auch sein mag. Und dass diesen Weg auch andere gehen.
(Bereits jetzt überlege ich den Schmarrn wieder zu löschen, aber ich lasse es jetzt erstmal stehen).

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (2) | Autor: shiva