Beiträge vom März, 2008

Erwachen…

Montag, 31. März 2008 13:24

…..kann ziemlich schmerzhaft sein.

Erwacht aus der Narkose und nichts ist mehr so wie es war.
Hier liegt nun alles in Scherben. Ich überlege einzelne aufzuheben um sie wieder zu reparieren. Aber das funktioniert nicht. Ich könnte nochmals fest drauftreten, um noch mehr Scherben daraus zu machen. Aber das ist auch keine Lösung.
Einige Splitter schmerzen besonders stark. Andere wiederum vermitteln mir nur ein Gefühl der Gleichgültigkeit.
Manchmal merke ich, dass da ein Anflug von Anstrengung in mir ist etwas daran zu ändern. Aber sehr schnell verfliegt auch dieses Gefühl wieder.
Körper repariert - der Rest kaputt.
Wollte ich das?

Da fällt mir gerade auf, es ist doch etwas geblieben.
Die Liebe zu meinen Kindern und der Druck im Bauchbereich.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (1) | Autor: shiva

Dankeschön

Dienstag, 11. März 2008 18:57

So viele Menschen sind immer wieder in den Zug meines Lebens eingestiegen.
Einige sind länger mitgefahren, andere gleich wieder an der nächsten Station ausgestiegen.
Einige sind mir schweigend gegenüber gesessen, andere haben mich mit Worten berührt.
Mit einigen konnte ich lachen, mit wenigen weinen.
Und dann gab es ein paar Menschen, mit denen konnte ich beides.
Jede Begegnung, ob geglückt oder missglückt, ob in Freude oder Trauer, in Liebe oder Verachtung, war ein kostbares Geschenk.
Dafür möchte ich Danke sagen.
An alle.
Euer Herz ist in meinem Herz, mein Herz ist euer Herz.
Life ist beautiful….

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (3) | Autor: shiva

Gottes Wille

Dienstag, 11. März 2008 18:53

Die Frage, ob wirklich alles Gottes Wille ist, wirklich ALLES, hat sich aufgelöst.
Danke.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Losgelassen

Dienstag, 11. März 2008 18:51

Heute Nacht habe ich meine Kinder losgelassen.
Das war das Schwerste, was mir bis dato widerfahren ist.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Tod und Liebe

Sonntag, 9. März 2008 17:19

“Sehen Sie, ich habe über den Tod gesprochen, damit Sie diese ganze Sache wirklich verstehen können - nicht nur jetzt, sondern für den Rest Ihres Lebens - und damit Sie dadurch frei sind von Leid und frei von Angst. Damit Sie wirklich wissen, was es bedeutet zu sterben. Wenn Ihr Geist jetzt und in den kommenden Tagen nicht vollkommen wach, unschuldig und ganz aufmerksam ist, dann ist es völlig vergeblich, bloß den Worten zuzuhören. Doch wenn Sie wach sind, ungeteilt aufmerksam und sich Ihrer eigenen Gedanken und Gefühle bewusst sind, wenn Sie nicht interpretieren, was der Sprecher sagt, sondern sich wirklich selbst beobachten, während er das Problem beschreibt und untersucht, dann werden Sie leben - leben nicht nur mit überschwenglicher Freude, sondern zugleich mit dem Tod und mit der Liebe”.
(Jiddu Krishnamurti, Saanen, 28. Juli 1964)

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Entscheidungen

Donnerstag, 6. März 2008 17:41

Ich soll eine Entscheidung treffen.
Eine wichtige Entscheidung, wie viele meinen.
Quasi eine Entscheidung über Leben und Tod, wie alle meinen.

Ich bin schlecht im Entscheidungen treffen. Meist dauert es nicht lange, bis ich mir nicht mehr sicher bin. Nicht allzu selten passiert es, dass ich etwas entscheide, und am nächsten Tag wieder alles ganz anders aussieht.
Mein Umfeld mag das gar nicht.
“Du bist wie ein Blatt im Wind, ständig drehst und wendest du dich”.
“Sei nicht so flatterhaft”.
“Steh zu deinen Entscheidungen!!!”.

Wie soll ich zu etwas stehen, wenn ich nichtmal sicher bin, dass ich entscheide.

Irgendwann mal in meiner Geschichte, habe ich dann aufgehört Entscheidungen zu treffen, habe das Anderen überlassen. Das war dann auch wieder nicht akzeptabel. Da hieß es dann:
“Hör auf mit deiner Vogel-Strauß-Technik!”.

Ok, also fing ich wieder an Entscheidungen zu treffen, wieder flatterhaft und unangepasst.

Jetzt soll ich wieder eine Entscheidung treffen und weiß nicht wie.
Bis Samstag muss ich Bescheid geben.
Aber was ist, wenn ich am Sonntag wieder anders empfinde?

Auch ein Grund, warum ich höchst ungern irgendwelche Verträge unterschreibe.

Ich entscheide.
Entscheide ich?

Ein höchst seltsamer Zustand.

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (3) | Autor: shiva

Die Kunst des Verlierens

Montag, 3. März 2008 6:36

One Art

The art of losing isn’t hard to master;
so many things seem filled with the intent
to be lost that their loss is no disaster.

Lose something every day. Accept the fluster
of lost door keys, the hour badly spent.
The art of losing isn’t hard to master.

Then practice losing farther, losing faster:
places, and names, and where it was you meant
to travel. None of these will bring disaster.

I lost my mother’s watch. And look! my last, or
next-to-last, of three loved houses went.
The art of losing isn’t hard to master.

I lost two cities, lovely ones. And, vaster,
some realms I owned, two rivers, a continent.
I miss them, but it wasn’t a disaster.

Even losing you (the joking voice, a gesture
I love) I shan’t have lied. It’s evident
the art of losing’s not too hard to master
though it may look like (Write it!) like disaster…

(by Elizabeth Bishop)

Die Kunst des Verlierens

Die Kunst des Verlierens studiert man täglich.
So vieles scheint bloß geschaffen,
um verloren zu gehen und so ist sein Verlust nicht unerträglich.

Lerne zu verlieren, Tag für Tag.
Akzeptiere den Aufruhr um Schlüssel, die du verlierst.

Ich verlor zwei Städte, verlor zwei Flüsse, einen Kontinent.
Ich vermisse sie, aber es war nicht unerträglich.

Selbst dich zu verlieren, deine scherzhaften Worte;
eine Geste, die ich liebe.
Sogar hier wird es wahr sein.

Ich werde sehen, die Kunst des Verlierens studiert man täglich.
Auch wenn es einem vorkommt als wär’s (schreibs auf!): als wär’s unerträglich…

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva

Sturmtief

Samstag, 1. März 2008 14:36

Sturmtief Emma zieht gerade übers Land. So stark ich das Heulen des Windes wahrnehme, tobt in mir tief drinnen ein viel heftigerer Sturm.
Mein Verstand sagt mir, nicht mehr zu wollen. Keine Kraft mehr zu haben. Kein Lust mehr auf Lügen, Schein und Trug. Ein feiges Schreien nach Erlösung. Aber da gibt es auch noch einen anderen Teil in mir, der mir das Gefühl gibt, noch viel vor zu haben. Ein Teil, der mir sagt, weiter zu gehen, egal welche Opfer es mir abverlangen wird. Aber ich kann diesen Teil noch nicht fassen, nicht erkennen, nicht benennen.
Und auch mein Ego ist mächtig.
Wer wird gewinnen?
Alles hinwerfen, wäre das eine Option? Die Uni, die Familie, alle Freunde, alle Kontakte, alles Oberflächliche, alles Zwischenmenschliche, alles Tiefe.
Mir wurde die Gnade eines Lehrers zuteil, der sehr geduldig, voller Liebe, ehrlich und hart ist, aber ich bin eine miese Schülerin.
Ich habe Angst, dass er an der falschen Stelle seiner Berufung nachgeht, und daher seine Zeit bei mir vergeudet. Das er an einer anderen Stelle mehr Bereitschaft, mehr Potential finden würde, und dort, in dieser einzig wichtigen und sinnvollen Aufgabe in diesem Leben, wirken könnte. Ich bin schwach und feige.
In mir ist Hingabe. Grenzenlose Hingabe. Aber reicht das?
Alles hinwerfen. Auch das Leben?
Ist das eine Option?

Ich weiß es nicht

Thema: Alles und Nichts | Kommentare (0) | Autor: shiva