Beiträge vom Februar, 2008

Mut und Gnade

Freitag, 29. Februar 2008 23:35

Mut und Gnade, ein Buch von Ken Wilber, ist eine bewegende Geschichte einer großen und reifen Liebe und zugleich ein einzigartiges Dokument des mutigen Umgangs mit dem Sterben.

Der erste Satz in diesem Buch lautet: “Sie hat es immer Liebe auf die erste Berührung genannt”.

Diese Aussage am Anfang des Buches traf mich gleich mitten ins Herz, weil ich das auch schon mal erlebt habe. Genauso wie Treya, Ken Wilber’s Frau, dieses Gefühl, dieses “Berühren” beschreibt. Das habe ich auch schon mal gefühlt.

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Suizid

Donnerstag, 28. Februar 2008 18:03

Seit einiger Zeit gibt es diesen Gedanken des “Suizids” in mir. Nicht das dies etwas Neues wäre, aber ich merke, dass er immer noch aktiv ist. Viele mögen sich vielleicht jetzt aufregen, dass ich soetwas hier so öffentlich niederschreibe. Aber das ist mir egal. Mir ist es wichtig, niergends einen Riegel vorzuschieben, egal mit wie vielen Tabus ein Thema behaftet ist.
Der Grundgedanke wie wohl bei den meisten Menschen ist die Befreiung von Leid, Schmerz und diesen immerfort plappernden Stimmen in meinem Kopf. Das Ende der Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung. Das Ende von hässlichen Gedanken, von deren Regungen ich auch nicht frei bin. Gedanken von unmoralisch bis einfach nur selbstüchtig.
Doch weiß ich tief in mir drinnen, dass ich schon zu weit auf meiner Reise bin, um diesen Schritt des Freihtodes zu wählen. Aber dennoch ist ein Schatten dieses Themas ein Begleiter.
Meine Familie hat bereits seine Geschichte zum Thema Suizid, und vermutlich ist es auch deswegen ein Thema für mich. So ganz genau weiß ich das noch nicht, weil ich mich da psychologisch ehrlich gesagt nicht auskenne und jetzt auch gar nicht wüsste wo ich da nachlesen sollte, außer bei Hellinger, der ja nicht ganz unumstritten ist.
Viele Religionen lehren, dass ein Suizid das Karma besonders stark belastet und sich auf künftige Leben in ganz besonderer Weise negativ auswirkt. Auch hier bin ich irgendwie noch zu keinem schlüssigen Statement für mich gekommen.
Ein Punkt, den ich bis vor einiger Zeit immer außer Acht gelassen hatte (Gruß an die Selbstsucht) ist, was so ein Geschehnis im Umfeld, der Familie, eben bei all denen die einem vielleicht lieben und zurückbleiben, auslößt.
Das beschäftigt mich sehr, weil ich ja in diesem Sinne auch zu so einer “Hinterbliebenen” gehöre.
Irgendwo in mir ist der Drang zu leben und doch habe ich solche Gedanken. Momentan sehr stark sogar.

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Gedanken

Dienstag, 26. Februar 2008 22:03

Ich habe Angst, keine Liebe in mir zu tragen…..

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Seminararbeit

Dienstag, 26. Februar 2008 18:47

Heute wurden wieder Themen für Seminararbeiten in Religionspädagogik verlost. Das Thema das ich gezogen habe ist: “Tod und Sterben, Hospiz und Sterbebegleitung, Trauerarbeit”. Als ich das gelesen habe, musste ich Anfangs schon etwas schlucken, aber als ich den entsetzten Ausdruck im Gesicht des Professors gesehen habe, als wir ihm die Themen angesagt habe, musste ich sogar schmunzeln. Nach der Vorlesung sagte er zu mir, dass ich mir natürlich ein anderes Thema aussuchen kann, was ich dann aber gar nicht wollte, da dieses Thema relativ wenig Arbeitsaufwand für mich bedeuten wird. Ich darf auch meine eigene Literatur verwenden, wo ich bereits zwei Bücher in der engeren Auswahl habe. Wenn jemand Vorschläge für ein gutes drittes Buch hat, freue ich mich.

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Status Quo

Montag, 25. Februar 2008 19:42

Auf der Uni gewesen, Studienerfolgsnachweis abgeholt.
Bei der Büchereilady Entwicklungshilfe geleistet.
Kein Essen, aber getrunken.
Druck im Bauch unverändert.
Pfeifen im Ohr auch unverändert.
Eine absolut wirre Email geschrieben.
20 Grad heute bei uns, ich habe gefroren.
Immer wieder ein Zittern, bei dem ich hoffe, dass es keiner bemerkt.
Verlustängste enorm.
Überlegungen mir selbst weh zu tun, indem ich mir Dinge, die mir gut tun, verbiete.
Müll rausgetragen.
Wäsche gewaschen.
Indisch gekocht, *lach*, aber nicht gegessen.
Bücher fast bestellt, aufgrund des Kontostandes wieder gelassen.
Gefühl von Hilflosigkeit.
Meine Lieblingssteine in der Hand gehabt.
Morgen Klavierstunde.
Sehnsucht.

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Auszug anno dazumals

Montag, 25. Februar 2008 19:27

Heute ist mir in den Sinn gekommen, dass mein damaliger “erster” Auszug, nach dem 9. Pflichtschuljahr, für mich auch diese Freiheit dargestellt hat. Auch wenn ich total orientierungslos war, hilflos, einsam und verzweifelt, war es Freiheit für mich, und ein Zeichen, dass mein Wille zum Leben doch noch vorhanden war.
Was mich verwirrt ist, dass sich zu diesem Wunsch nach “Raum” und dem “Alleinesein”, sich gleichzeitig der Wunsch nach Nähe und die Angst vor der Einsamkeit, dazugesellt. Wie kann dies zusammenpassen?
Kann beides sein?

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Traum vom Auszug

Sonntag, 24. Februar 2008 10:12

Heute Nacht bin ich dann doch irgendwann eingeschlafen.
Ich habe geträumt, dass ich mir ein Zimmer in einer WG angeschaut habe. Ich war sofort verliebt in dieses Zimmer. Es war mittlerer Größe, sehr hell mit einem großen Fenster (Altbau). Ein Bett, ein Schreibtisch mit Stuhl, ein Kleiderkasten und ein großes Bücherregal. Ich stand in diesem Zimmer und habe mich langsam umgeschaut. Dann war da dieser Mann, ich nehme mal an der Vermieter, dem ich sofort zugesagt habe. Das war so ein befreiendes Gefühl, endlich mein eigenes Zimmer zu haben. Dieser Entschluss war so eindeutig, so ohne Zweifel. Ich ging aus diesem Zimmer und wusste, dass das Einzige was ich noch zu tun hatte, nach Hause zu fahren ist, es meiner Familie zu sagen und meine Sachen zu packen.
Nach dem Erwachen (wie meist um 4 Uhr Früh), als ich sah wo ich bin, als ich merkte, dass mir mein Traum “glücklich sein” vorgegaukelt hatte, musste ich heftig weinen. Diese Stimmung ist nun immer noch in mir.
Nach wie vor kein Hunger, Tee habe ich getrunken, pfeifen im Ohr.
Nach wie vor das Gefühl von absoluter Verzweiflung und Einsamkeit.
Nach wie vor das Gefühl, es nicht mehr zu packen.

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Nahrung

Samstag, 23. Februar 2008 22:04

Schwierige Phase momentan und ich weiß nicht ob ich das packe.
Der Druck um den Solar Plexus ist nach wie vor sehr stark und teilweise muss ich aufstehen oder mich flach hinlegen um tief durchatmen zu können. Das Atmen in den Bauchraum ist sehr schwierig.
Ich habe auch keine Lust mehr zu Essen. Sehe da keine Notwendigkeit darin.
Ich empfinde alles als eine große Lüge und stelle mich als Lügnerin in die erste Reihe.
Wie ein Automat erledige ich meine Pflichten.
Ich würde mich gerne fallen lassen.
Ich sehne mich nach einer Umarmung.
Seit heute morgen ein Pfeifen im rechten Ohr, mal sehn wie das beim Schlafen wird.
Obwohl auch im Schlafen sehe ich keine Notwendigkeit.
Mal sehn.
Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll.

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Druck in der Bauchgegend

Freitag, 22. Februar 2008 6:44

Heute Nacht bin ich aufgewacht und verspürte ein unheimlich starkes Druckgefühl im Bauch. Oder besser gesagt, oberhalb des Magens. Das war kein Schmerz, aber sehr unangenehm. Als würde in dieser Gegend ein dicker Knoten sein. Anfangs spürte ich regelrecht Panik in mir aufsteigen. Ich legte dann meine Hand dorthin und versuchte mich zu entspannen. Irgendwann schlief ich wohl wieder ein.
Jetzt sitzte ich beim Frühstück. Dieser Druck, dieser Knoten ist immer noch da. Als wäre da eine Blockade in dieser Gegend. Als würde sich dort alles zu einem riesen Geflecht verdichten.
Ich merke gerade, das beunruhigt mich immer noch sehr.

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In der Bücherei

Donnerstag, 21. Februar 2008 21:09

Heute nach der Uni bin ich in die hiesige Bücherei gegangen. Sie ist eigentlich recht groß und ich habe bis dato nur Gutes darüber gehört, auch was das Sortiment betrifft. Da ich momentan wieder sehr wenig schlafe, wollte ich mir Bücher holen von Ken Wilber, Ramana und Nisargadatta. Sie mir zu kaufen kann ich mir momentan nicht leisten deswegen dachte ich mir, die Bücherei wäre eine gute Idee.
Ich ging also zur Ausgabestelle und schrieb die Buchtitel plus Autoren und Herausgeber auf dieses Formular. Die Dame hinter der Theke lächelte mich freundlich an, nahm das Formular und verschwand im Archiv.
Ich wartete ziemlich lange bis die “freundliche” Dame wieder auftauchte. Aber ohne Bücher unterm Arm.
Sie blickte mich mit steinerner Miene an und fragte:
“Sind das Bücher von Sekten?”.
Ich darauf:”Nein, wie kommen Sie darauf?”.
Sie:”Bücher von Sektenführern haben wir nicht”. Madame wandte mir dann den Rücken zu und fuhr mit ihrer Arbeit am Computer fort.
Ich stand dann sicher noch einige Sekunden sprachlos und mit offenen Mund da.
Kurz überlegte ich noch etwas zu kontern, was ich dann aber unterließ.
Ja, blöd gelaufen.

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