Donnerstag, 28. Februar 2008 18:03
Seit einiger Zeit gibt es diesen Gedanken des “Suizids” in mir. Nicht das dies etwas Neues wäre, aber ich merke, dass er immer noch aktiv ist. Viele mögen sich vielleicht jetzt aufregen, dass ich soetwas hier so öffentlich niederschreibe. Aber das ist mir egal. Mir ist es wichtig, niergends einen Riegel vorzuschieben, egal mit wie vielen Tabus ein Thema behaftet ist.
Der Grundgedanke wie wohl bei den meisten Menschen ist die Befreiung von Leid, Schmerz und diesen immerfort plappernden Stimmen in meinem Kopf. Das Ende der Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung. Das Ende von hässlichen Gedanken, von deren Regungen ich auch nicht frei bin. Gedanken von unmoralisch bis einfach nur selbstüchtig.
Doch weiß ich tief in mir drinnen, dass ich schon zu weit auf meiner Reise bin, um diesen Schritt des Freihtodes zu wählen. Aber dennoch ist ein Schatten dieses Themas ein Begleiter.
Meine Familie hat bereits seine Geschichte zum Thema Suizid, und vermutlich ist es auch deswegen ein Thema für mich. So ganz genau weiß ich das noch nicht, weil ich mich da psychologisch ehrlich gesagt nicht auskenne und jetzt auch gar nicht wüsste wo ich da nachlesen sollte, außer bei Hellinger, der ja nicht ganz unumstritten ist.
Viele Religionen lehren, dass ein Suizid das Karma besonders stark belastet und sich auf künftige Leben in ganz besonderer Weise negativ auswirkt. Auch hier bin ich irgendwie noch zu keinem schlüssigen Statement für mich gekommen.
Ein Punkt, den ich bis vor einiger Zeit immer außer Acht gelassen hatte (Gruß an die Selbstsucht) ist, was so ein Geschehnis im Umfeld, der Familie, eben bei all denen die einem vielleicht lieben und zurückbleiben, auslößt.
Das beschäftigt mich sehr, weil ich ja in diesem Sinne auch zu so einer “Hinterbliebenen” gehöre.
Irgendwo in mir ist der Drang zu leben und doch habe ich solche Gedanken. Momentan sehr stark sogar.